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Kinder haben ein Recht auf religiöse Orientierungen. In ihrem Alltag begegnen ihnen täglich religiöse Phänomene. Kinder mit ihren religiösen und interreligiösen Fragen alleine zu lassen, ist im Hinblick auf kindliche Bildungsprozesse inkonsequent. Sie brauchen religiöse Kompetenzen, um sich in einer immer mehr religiös – pluralen Welt zu Recht zu finden.
Aber wie kann das gehen? Welche Möglichkeiten haben Tageseinrichtungen unterschiedlicher Trägerschaft? Was unterscheidet ihre jeweilige Zugangsweise? Was verbindet? Wie wird gefeiert? St. Martin oder / und Fastenbrechen? Welche Rituale werden gelebt, welche nicht?
Anhand praxisorientierter Beispiele erschloss der Tübinger Religionspädagoge Professor Dr. Albert Biesinger religiöse Erziehungskompetenz für Kindertageseinrichtungen, Familien und Schulen. Auf der Grundlage eines bundesweiten Forschungsprojektes zur interkulturellen und interreligiösen Bildung in Tageseinrichtungen für Kinder ging er dabei von der These aus, dass eine der grundlegenden bildungspolitischen Fragen darin besteht, in welcher Qualität Kinder religiöse Orientierung und interkulturelle Verständigung lernen können.
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